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| Samstag, den 29. März 2008 um 09:58 Uhr |
Hier entsteht ein Bericht über die Renovierung unseres Kellers. Das war ein harter Brocken Arbeit. Jetzt hoffe ich nur noch das alles hält und funktioniert wie ich mir das denke.
Das Problem hier ist der Lehm. Bei 2 m Tiefe ist eine unfeststellbar dicke Lehmschicht. Heißt für uns: das Fundament von Haus steht genau da drauf, und besteht auch noch aus Feldsteinen.Macht normalerweise Sinn, weil die Feldsteine das Wasser nicht annehmen, was ja nun genau auf der Lehmschicht steht und nicht weiterkann. (Oberflächen Wasser). Das Feldstein Fundament ist aber nur 50 cm hoch. And der Außenseite der Mauer ist das Erdreich aber 1,50 m hoch, somit dringt Wasser in den Keller.
Haben die Erbauer da nicht nachgedacht? Also kann ich mir das nur so vorstellen, dass beim Bau des Hauses Sommer, oder es zumindest sehr trocken war und kein Thema mit Wasser bestand. Irgendwann hat sich auch der Mörtel in der Wand ausgewaschen (mit dem sowieso sehr sparsam umgegangen wurde) und das Wasser begann lustig über dem Feldstein Fundament durch die Wand zu laufen. Was tun? Müssen Sie sich damals gedacht haben. Und was haben Sie gemacht, den ganzen Keller Mit feinstem Sand zu geschippt. Nutzbar bei Knie tiefem Wasserstand war der eh nicht mehr.
Na jedenfalls ist das dass schlimmste was man tun kann. Der Sand nämlich, trägt das Wasser noch besser bis ins Erdgeschoss als die Mauer schon selber. Adhäsion sag ich da nur. Irgendwann vor zwei Jahren haben wir beschlossen dass es nicht so bleiben kann.
Also erst mal den Sand raus, es waren grob geschätzt 20 Tonnen, alles mit Schippe und durch das kleine Keller Fenster. Wir haben sogar einen Profi Mauer Trockenleger dagehabt, der sollte uns ein Angebot machen. Der ist aber schnell wieder gegangen und ein Angebot kam nie. Also, selber ans Werk.
Was habe ich im Internet gesucht nach Lösungen und Tipps. Aber nie was finden können das uns weiter hilft. (Deswegen ist der Profi Mauer Trockenleger gegangen, denke ich.) Fakt von Anfang an war: Die Mauer ist nicht trocken zu bekommen. Um das zu erreichen muss man von außen ran, alles andere ist keine Dauerlösung. Da das aber bei dem Haus nicht möglich ist, (Haus ist nur halb unterkellert) ging es eigentlich nur darum den Raum nutzbar zu machen und den schon nach Schimmel stinkenden Sand raus zu bringen.
Im Bild hier sieht man auf der linken Seite den feinen Sand, bis zur Decke befüllt. Durch Adhäsion dringt Wasser bis in das Erdgeschoss und wird in den Wänden verteilt.
Na dann mal los: Sand raus, und erstmal Baufreiheit schaffen.
Da bin ich mal zu sehen.
Hier sind Pilze gewachsen, mitten im Keller. Ich nehme mal an die sind schon ein par Millionen Jahre alt und haben nur auf mich gewartet.
Fast geschafft. Der Sand ist weg, Unterbeton fertig. Jetzt nur noch den Beton mit Teer beschichten und eine weitere Schicht Beton einbringen.
Die gewölbte Kellerdecke sollte peinlichst genau auf Schäden begutachtet werden. In unserem Fall waren die Stahlträger schon sehr stark angerostet. Wir haben sie gereinigt, gestrichen und in der Mitte abgestützt, sollte bei uns reichen.
Zur Sicherheit und Stabilisierung ist das neue Fundament bis zur Oberkante des alten Feldsteinfundamentes gegossen worden.
Ein Gulli bei niedrig Wasser. Es war ja ein trockenes Jahr. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 06. Mai 2010 um 11:40 Uhr |
Keller renovieren

















