| Kenia – ein Land voller Gegensätze |
|
| Samstag, den 29. März 2008 um 10:23 Uhr |
|
Allein die Reise dorthin ist schon sehr anstrengend. Wir haben 2 Stunden zum Flughafen gebraucht. Von dort 1 Stunde Flug bis zum 2´ten Flughafen. Jetzt nur noch 8 Stunden Flug bis Mombasa in Kenia. Alles in allem ist mit einer Reisezeit von 16 Stunden zu rechnen.Die Landung: Als das Flugzeug zum stehen kam und die Scheiben derart beschlugen, dass man draußen nichts mehr sehen konnte, da habe ich mir gedacht, dass es draußen ein wenig feucht sein könnte. => Falsch gedacht! Es war nass. Nach dem verlassen des Flughafengebäudes, traf uns das erste Mal die volle Wucht des Klimas. Früh morgens um halb 7 Uhr, es hatte gerade geregnet und es waren 27 Grad. Die Sachen klebten förmlich sofort am Körper. Das übliche: warten auf die Koffer und ab zum Stand des Reiseveranstalters. Der schickte uns nun zum Bus mit der Nummer 22. Eigentlich war es nur ein kleiner alter Nissan mit 7 Sitzen gewesen. Das Wort umschreibt auch alle möglichen Begrüßungen dort. Egal! Jedenfalls ging es nach dem langen Flug und der schlaflosen Nacht jetzt erst richtig los.Joseph sagte: „Erste 40 km Katastrophe, danach Autobahn“ - na dann. Mombasa hat einen großen Hafen. Ist sozusagen ein wirtschaftlicher Knotenpunkt im Land. Alles aus oder zu dem Hafen muss über die besagten 40 km. Und man übertreibt nicht, wenn man sagt ein Acker in Deutschland ist ebener. Deswegen fahren hier auch nur noch Autos die wenigstens ab und zu noch tuck tuck machen und Blattfedern haben. Wir haben kein Europäisches Auto entdecken können, außer mal einen Mercedes und einen Polo. Die anderen funktionieren wahrscheinlich nicht mehr.Für die besagten 40 km haben wir mit dem erfahrenen Schlaglochausweicher Joseph zwei Stunden gebraucht. Unser Kreuz schmerzte, umso größer die Freude als wir auf der „Autobahn“ ankamen. Die war gut. Der Feldweg, oder soll ich sagen Savannen-weg, zum Nationalpark war dafür umso schlechter. Der Nissan krachte und ächzte. Drei Stunden nach Fahrtbeginn haben wir die beeindruckende Tierwelt sehen können. Man denkt immer so wie im Fernsehen – „so stehen die Tiere doch nicht neben einem“ - stehen die aber. Und sie lassen sich nicht mal stören dabei. Aus dem Auto sollte man aber nicht gehen. Joseph sagte: „Nissan mit 7 Köpfen - kennen die Tiere, aber nicht einen Kopf mit Körper dran.Aussteigen mussten wir später aber trotz alledem noch. Unter Aufsicht. Und wenn die Gefahr gebannt war. Die Tiere „BIG FIVE“ [Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard], und ausserdem noch Giraffen, Gnus, Gazellen (Thomson Gazelle, Grantgazelle, Impala), Zebras, Antilopen, Strauße, Affen, Geparden, Krokodile, Flusspferde und Hyänen, viele Vögel und auch Fische sowie die herrliche abwechslungsreiche Landschaft - entschädigt für vieles!!! - Das Elend vieler Menschen hingegen werden wir nie vergessen. Ein Leben für uns dort – jedoch unvorstellbar. |
Kenia
